Leinenpflicht für Hunde in Berlin

Das Land Berlin hat zum 28.12.2013 das Hundegesetz verschärft, in welchem unter anderem der Leinenzwang fuer Hunde festgeschrieben wird. Bemerkenswert ist, dass der Gesetzgeber auch die Länge der Leine, unabhängig von der Hunderasse, vorgibt.

Reflektierende Hundeleine
Reflektierende Hundeleine mit leichten Gebrauchsspuren

So darf die Leine, an welchem der Hund ausgeführt wird, in öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen, in Waldflächen und auf Sport- und Campingplätzen sowie in Kleingartenkolonien maximal 2 Meter lang sein.

Maximal 1 Meter lang darf die Hundeleine in Treppenhäusern, sonstigen der Hausgemeinschaft zugänglichen Räumen und auf Zuwegen von Wohnhäusern, in Büro- und Geschäftshäusern, Ladengeschäften, Verwaltungsgebäuden und anderen öffentlich zugänglichen baulichen Anlagen, bei öffentlichen Versammlungen und Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Bahnhöfen sowie in und an den dazugehörigen Gebäuden und Haltepunkten und in Fußgängerzonen sowie auf öffentlichen Straßen und Plätzen mit Menschenansammlungen sein.

Natürlich dürfen Hunde auch nicht überall hin mitgenommen werden. So ist es verboten, Hunde auf Kinderspielplätze, auf Liegewiesen, und in Badeanstalten sowie an als solche gekennzeichnete öffentliche Badestellen mitzunehmen.

Dass die Hunde einen Chip tragen müssen, das kann ich schon verstehen. Warum allerdings die Hunde gemäß dem Berliner Hundegesetz außerhalb des eingefriedeten Besitztums ein Halsband mit Namen und Anschrift des Halters tragen müssen, das erschließt sich mir nicht.

Im Paragraphen 4 des Berliner Hundegesetzes wird auch darüber Klarheit geschaffen, welche Hunderassen das Land Berlin als gefährlich ansieht. Das sind die Hunderassen: Pit-Bull, American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Tosa Inu, Bullmastiff, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Mastin Espanol, Mastino Napoletano und Mastiff.

Wer solch einen gefährlichen Hund hat, muss der zuständigen Behörde unverzüglich unter Nachweis seiner Personalien die Haltung sowie Rasse und Alter des Hundes anzeigen. Spätestens 8 Wochen nach dieser Anzeige hat der Hundehalter der Behörde ein Führungszeugnis des Bundeszentralregistergesetzes, einen Nachweis seiner Sachkunde und einen Nachweis, dass der Hund keine über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft, Angriffslust, Schärfe oder eine andere in ihrer Wirkung vergleichbare Eigenschaft gegenüber Menschen oder Tieren aufweist vorzulegen.

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